Detail und Innovation

Ingenieurs­leistungen:

Der Kern der Sache

Wir bringen Wissen in allen Hauptbauabschnitten mit und können nicht nur klassische, schiffbauliche Berechnungen durchführen, sondern lassen in unsere Entwürfe militärische, operative Erfahrung sowie aktuelles Wissen der (militärischen) Ausrüstung (z. B. Effektoren, Sensoren, Kommunikationsanlagen) einfließen.

Zusätzlich bewerten wir dies aus Leistungs- und Kostensicht. Wir sind ein Full-Service-Partner in der Zukunfts- und Weiterentwicklung der materiellen Ausstattung (See).

Unsere Schiffsentwürfe umfassen Konzeptdesigns, Basic Designs sowie Detailed Designs. In einer frühen Projektphase bedarf es oft erst einmal nur numerische Entwürfe, um sich einer technisch guten Lösung anzunähern. Iterative Schleifen konkretisieren die Umsetzung und arbeiten die vorher definierten Anforderungen des Kundenbedürfnisses heraus.

Oft geht es im Planungsprozess nicht nur um die Beschaffung einer gesamten neuen Plattform, sondern um konkrete Einzelfragen zu technischen Änderungen. Wir untersuchen in Detailstudien zum Beispiel die Integration von neuen Sensoren, Effektoren und Einsatzmitteln, beschäftigen uns mit Betriebsstoffen und erzeugen Konzepte zu Standkraft sowie Verwundbarkeit. Hydromechanische Fragestellungen zählen ebenso zu unseren Aufgabenfeldern wie Cyber Security.  

Wir fungieren als Wissensschnittstelle zwischen dem Beschaffer, dem Nutzer und der Werft. Unsere Kenntnisse über die Anforderungen der Marinen, das operative Handling an Bord, über die Informationsbedürfnisse der Werften sowie die bautechnischen Möglichkeiten lassen wir in die bautechnischen Regelwerke (Bauvorschriften, Deutscher Marinestandard) und technische Dokumentationen einfließen. Die aktuellen Bauvorschriften werden in Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Auftraggeber von uns aktualisiert und harmonisiert, sodass neue Bauvorhaben durch klare und eindeutige Regelungen vereinfacht werden.

Wir führen umfangreiche schalltechnische Untersuchungen auf Jachten sowie grauen und weißen Schiffen durch und beraten noch in der Bauphase durch Schallprognosen, mit welchen Maßnahmen akustischer Abfall auf ein Minimum reduziert werden kann. Nach der Realisierung setzen wir Privacy Messungen sowie verschiedene Arten der Schall- und Schwingungsmessungen um.

Um in der frühen Entwurfsphase eine qualifizierte Kosten-Nutzen-Schätzung durchführen zu können, ist es nötig, die militärische Wirksamkeit verschiedener Einsatz- und Abwehrmaßnahmen zu vergleichen. Unsere Simulation eines Modells bietet die Möglichkeit, quantitative Aussagen über den Nutzen von zum Beispiel Einsatzmitteln zu treffen. So ist uns es möglich, die aussichtsreichsten Konzepte bereits ohne den Bau von Prototypen zu identifizieren. Zusätzlich bietet die Simulation die Möglichkeit, Untersuchungen an der Belastungsgrenze von Mensch und Material durchzuführen, die in der Realität nicht ausführbar sind. Wir bilden nicht nur Sensoren und Effektoren nach, um für sie Wirksamkeitsuntersuchungen durchführen zu können, sondern setzen auch Gefährdungsuntersuchungen um und simulieren dabei die Abwehr der Gefährdung. Hauptsächlich führen wir dies per Massensimulation durch, um Schwachstellen von Effektoren, Sensoren, Räumern usw. zu ermitteln und Verbesserungsvorschläge machen zu können.

Wir nutzen nicht nur State-of-the-Art-Software, sondern entwickeln viele Tools für unsere Kunden und uns selbst, damit diese genau auf die gewünschten Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Wir haben den internen Planungsprozess und die dabei durchzuführenden Schritte in einem Gesamtprozess logischer Abläufe unter dem Namen VORGES (Vorgehensmodell Gesamtentwurf Schiff) organisiert, um in vergleichsweise kurzer Zeit realisierbare und finanzierbare Lösungen auf Basis der Kundenforderungen zu entwickeln. Anforderungsmanagement, Schiffsentwurf und Kostenschätzung stehen als Prozesselemente in wechselseitiger Abhängigkeit zueinander. Häufig ist der Schiffsentwurf die Grundlage für die Kostenschätzung (design-to-requirements), aber vermehrt sind Entwürfe mit einer festgelegten Kostenobergrenze zu erstellen (design-to-budget) und der daraus resultierende Grad der Anforderungserfüllung zu ermitteln. In beiden Fällen handelt es sich um Optimierungsprozesse mit wiederkehrenden Entwurfsschleifen und Abhängigkeiten, mit der Zielsetzung die optimale und risikoärmste Lösung zu finden. VORGES dient als automatisierte Iterationsschleife, um effizienter die passende Lösung zu erarbeiten.        

Unsere 3D-Visualisierungen dienen nicht nur der optischen Darstellung einer maritimen Plattform, sondern vor allem der Kontrolle, ob bestimmte Ein- und Umbauten auf bereits bestehenden Schiffen oder anderen Plattformen möglich sind. Mit einem 3D-Scan bilden wir den realen Raum ab, arrangieren ihn neu und integrieren die erweiterten Bauteile und Module. So werden Einschränkungen und Probleme, die beim Einbau auftreten könnten, frühzeitig entdeckt und bereits im Vorfeld kostensparend behoben.